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Wenn es um vernetztes Arbeiten geht, zeigen Unternehmen ihre Kultur

Hier ist das Management gefragt: Die Zusammenarbeit innerhalb eines Unternehmens funktioniert nur, wenn auch die Führungsebene eine entsprechende Unternehmenskultur fördert.

Kollaboratives Arbeiten funktioniert nur, wenn ein Unternehmen eine Kultur der Zusammenarbeit pflegt, die auch vom Management mitgetragen wird. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, verweigern sich Firmen häufig Projekten, die auf Collaborative Working basieren. Begründet wird ein solcher Schritt dann gerne mit Verweis auf Sicherheitsbedenken. Das ist ein Kernergebnis der „Potenzialanalyse Share Economy. Im Auftrag von Sopra Steria Consulting wurden dazu 150 Führungskräfte großer und mittelständischer Unternehmen zum Thema „Collaborative Working“ befragt wurden.

Unternehmen, die Collaboration-Technologien einsetzen, testen oder deren Einsatz planen, bewerten ihre innerbetriebliche Kommunikationskultur und die Akzeptanz ihres Top-Managements durchgängig als „gut“ oder zumindest „befriedigend“, während sich die „Verweigerer“ selbst ein schlechteres Zeugnis ausstellen. Gleiches gilt auch – in abgeschwächtem Maß – für die Akzeptanz der eigenen Mitarbeiter, vernetzt zu arbeiten.

Drei Viertel aller untersuchten Firmen, die sich mit dem Thema Collaborative Working überhaupt noch nicht befasst haben, sehen Sicherheitsbedenken als den zentralen Grund, sich vernetztem Arbeiten zu verweigern. Diese Unternehmen bewerten diese Bedenken und die Gefahren durch eine Offenlegung von Unternehmenswissen dabei deutlich stärker als Unternehmen, die schon Erfahrungen mit vernetztem Arbeiten gemacht haben.

Die jeweilige Haltung gegenüber Collaborative Working lässt sich auch daran ablesen, wie Unternehmen den Nutzen von vernetztem Arbeiten einschätzen. In der Einschätzung von gut der Hälfte der „Verweigerer“ trägt Collaborative Working beispielsweise nicht zur Vernetzung der Mitarbeiter bei. Der bessere Austausch bei der Entwicklung von Ideen und Innovationen ist für 52 Prozent dieser Unternehmen ebenfalls kein Grund, vernetztes Arbeiten „zu wagen“. Besonders deutlich wird diese Haltung mit Blick auf die Vertriebskette: 70 Prozent der Verweigerer sehen keinen Nutzen in einer besseren Vernetzung mit Lieferanten.

Interessanterweise steht genau dies bei Unternehmen im Mittelpunkt, die vernetztes Arbeiten strategisch planen. Denn acht von zehn dieser Firmen planen, ihre zukünftigen Collaborative-Working-Anwendungen auch zur Vernetzung mit Kunden beziehungsweise Lieferanten zu nutzen.

„Unsere Potenzialanalyse zeichnet ein sehr deutliches Bild, nämlich dass das Thema Collaborative Working die Wirtschaft spaltet: in Unternehmen, die das Potenzial von Collaborative Working trotz Bedenken ausschöpfen, und Unternehmen, die auf dem Status quo verharren und die Chancen dieser Technologien nicht für sich nutzen“, erklärt Klaus Lörsch, Senior Manager Enterprise Content Management bei Sopra Steria Consulting. „Mit unseren Studienergebnissen empfehlen wir Unternehmen, mehr Collaboration zu wagen, um sich wettbewerbsfähig aufzustellen.“

Hier können Hersteller von Collaborative Working Tools unterstützend wirken, so der Experte, indem sie die den Benefit von vernetztem Arbeiten, beispielsweise die positive Wirkung auf die Vertriebskette, in ihrem Angebot stärker kommunizieren.

Hintergrundinformationen
Die Studie „Potenzialanalyse Share Economy“ wurde im Auftrag von Sopra Steria Consulting zwischen dem 26. Juni und dem 14. Juli 2014 durchgeführt. 150 Führungskräfte großer und mittelständischer Unternehmen ab 100 Mitarbeiter aus den Bereichen Vorstand, Geschäftsführung, Marketing und Personal nahmen hierfür an einer Online-Befragung teil. Die Studie können Sie hier beziehen »

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