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Kapitalanlagecontrolling - Teil 1

Die Entwicklungen an den Kapitalmärkten haben dazu geführt, dass das Thema Vermögensverwaltung für gemeinnützige Organisationen verstärkt in die Beachtung gerückt ist. In diesem Zusammenhang wird in der folgenden, 3-teiligen Serie das Thema Kapitalanlagecontrolling näher beleuchtet.

In Teil 1 werden die einzelnen Teilbereiche des Kapitalanlagecontrolling vorgestellt sowie deren wechselseitige Beziehungen. Teil 2 geht näher auf das strategische Controlling ein und Teil 3 befasst sich abschließend mit den operativen Aspekten des Kapitalanalgecontrollings.

Aufbau und Elemente eines Kapitalanlagecontrolling

Insbesondere Stiftungen, die Ihre Arbeit durch Erträge aus Ihrem Kapital finanzieren, aber auch jede andere gemeinnützige Organisation profitiert von einer besseren Steuerung und Kontrolle ihres Kapitalvermögens. Grundsätzlich ist beispielsweise für jede Organisation zu klären, ob und in welchem Umfang im Rahmen des rechtlich Möglichen Rücklagen aufgebaut werden sollen und wie dieses Vermögen verwaltet wird.

Die folgende Graphik zeigt Ihnen beispielhaft Aufbau und Elemente eines Kapitalanlagecontrollings.

Klärung der Rahmenbedingungen

Für jede Organisation ist es zunächst wichtig, den jeweiligen Rahmen abzustecken beziehungsweise zu klären, in dem sie sich für die folgenden Entscheidungen und Diskussionen bewegt.

Hierzu gehören beispielsweise diverse rechtliche und steuerrechtliche Vorgaben, wie die Selbstlosigkeit, die zeitnahe Mittelverwendung, das Verbot unbeschränkter Rücklagenbildung und das Begünstigungsverbot. Zudem ist bei Stiftungen der Stifterwille ausschlaggebend. Auch in Bezug auf Haftungsfragen ist es wichtig, ein Problembewusstsein zu entwickeln.

Wechselseitige Beziehung zwischen strategischem und operativen Controlling

Das eigentliche Controlling besteht aus einem strategischen und einem operativen Teil. Diese stehen in wechselseitiger Beziehung.

  1. Im Rahmen des strategischen Controllings werden die Grundlagen für die Schaffung des operativen Controllings gelegt, denn ohne Ziele ist auch kein sinnbringendes operatives Controlling möglich.
  2. Aus dem operativen Controlling fließen im Rahmen des Berichtswesens die notwendigen Informationen zurück, inwieweit Ziele erreicht werden, Rahmenbedingungen sich verändern und neue Entscheidungen getroffen werden müssen.

Das Kapitalanlagecontrolling ist also niemals statisch, sondern ständig in Bewegung. Es muss über die Zeit auf- und ausgebaut und für die jeweilige Organisation individuell aufgestellt werden.

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